Starten wir eine Kettenreaktion!

Konzerne müssen haften!

In der gesamten Europäischen Union formiert sich aktuell Widerstand gegen die fehlende Verantwortungsübernahme von Konzernen. Eine Studie im Auftrag der EU-Kommission ergab, dass nur jedes dritte europäische Unternehmen seine Lieferketten mit Blick auf Menschenrechte und Umweltauswirkungen prüft. Kinderarbeit hat in den letzten zehn Jahren etwa weiter zugenommen, Wälder werden weiter illegal abgeholzt und Müll & Gift landet immer noch in unfassbaren unseren Meeren und Grundwasser. Freiwillige Verpflichtungen funktionieren demnach nicht, nun soll die Sorgfaltspflicht gesetzlich verankert werden. Die EU Kommission muss einen Gesetzesentwurf vorlegen, der Konzerne dazu zwingt, endlich auch die Verantwortung für die Schäden die sie anrichten zu übernehmen.

In Deutschland entscheidet sich in diesen Tagen wie ein Lieferkettengesetz auf nationaler Ebene umgesetzt werden kann. Für 2021 wurde eine europäische Gesetzesvorlage von der Kommission angekündigt. Die Schweizer „Konzernverantwortungsinitiative“ wurde von einer Mehrheit der Bevölkerung bei der Volksabstimmung am 29. November 2020 angenommen. Nur aufgrund des komplexen Wahlsystems, das zusätzlich eine mehrheitliche Zustimmung der Kantone erfordert, wird sie nicht in der intendierten Form realisiert. Die Politik hat jedoch angekündigt die unternehmerische Sorgfalt von Schweizer Konzernen entlang ihrer Lieferkette verbindlicher zu gestalten.

Und auch in Österreich operierende Konzerne verursachen Missstände wie die drohende Klimakatastrophe oder das massenhafte Artensterben. Ob Öl für Treibstoff, Palmöl für Lebensmittel oder Holz, ob Metalle für die Automobilindustrie oder Futtermittel für die Schweinemast, Produkte der Ausbeutung und Zerstörung stellen die Grundlage des ökonomischen Erfolgs von Konzernen dar. Deswegen erwirtschaften auch viele Konzerne trotz aller Krisen gigantische Gewinne. Sie schädigen damit nicht nur die Menschen und Volkswirtschaften in Ländern des globalen Südens, sondern verzerren den Wettbewerb zulasten kleiner und mittlerer Unternehmen auch bei uns stark. Bislang haften betreffende Unternehmen nicht für Verbrechen und Schäden, die durch ihre Zulieferer verursacht werden. Wir wollen das ändern!

Um Konzerne am Ort der Wertschöpfung zur Verantwortung zu ziehen und zudem einen nationalen Beitrag zur europäischen Debatte zu leisten, hat sich unser Komitee gegründet, das die „Bürger*innen-Initiative Lieferkettengesetz Österreich“ auf den Weg bringt.

Sprecher*innen: Veronika Bohrn Mena, Daniela Brodesser & Lena Schilling


Mitglieder des Komitees der Bürger*innen-Initiative für ein Lieferkettengesetz in Österreich:

  • Stella Whitney Adamu-Fuhs
  • Noomi Anyanwu
  • Astrid Aschenbrenner
  • Magdalena Baran-Szoltys
  • Vivien Belschner
  • Christian Berger
  • Veronika Bohrn Mena
  • Sebastian Bohrn Mena
  • Daniela Brodesser
  • Andrea Maria Dusl
  • Markus Bürger
  • Martina Ebm
  • Beatrice Frasl
  • Martin Gruber-Risak
  • Kathrin Hartmann
  • Lisz Hirn
  • Martin Hochegger
  • Sigrid Horn
  • Hans-Peter Hutter
  • Lena Jäger
  • Lioba Kasper
  • Judith Kohlenberger
  • Helga Kromp-Kolb
  • Siegfried Kröpfl
  • Katharina Kropshofer
  • Daniel Landau
  • Katharina Mader
  • Flavia Matei
  • Michael Mazohl
  • Robert Misik
  • Mieze Medusa
  • Emina Mujagić
  • Manfred Nowak
  • Walter O. Ötsch
  • Kathrin Quatember
  • Julya Rabinowich
  • Miriam Rehm
  • Michaela Russmann
  • Oliver Scheiber
  • Lena Schilling
  • Susanne Scholl
  • Stephan Schulmeister
  • Stefan A. Sengl
  • Michael Soder
  • Alma Steger
  • Christine Stromberger
  • Brigitte Theißl
  • Sebastian Thieme
  • Barbara van Melle
  • Jean Ziegler
  • Simon Ziegler
  • Max Zirngast

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