10 Gründe für ein Lieferkettengesetz

Mit einem Lieferkettengesetz könnten auf einen Schlag viele Missstände behoben werden. Und das nicht nur bei uns in Österreich und Europa, sondern weltweit!

Gerade jetzt, während der Krise, ist der ideale Zeitpunkt gekommen ein Lieferkettengesetz einzuführen. Schließlich sollten wir eine Gegenleistung für die Steuergeld-Hilfen verlangen, welche die Konzerne von uns erhalten. Nur durch ein Gesetz werden Konzerne aufhören Menschen & Umwelt auszubeuten. Denn dass sie ihre Geschäftsmodelle nicht freiwillig verbessern, haben sie hinlänglich bewiesen.

Kinderarbeit

152 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren müssen arbeiten.

Das ist eines von zehn Kindern weltweit. Über 70 Prozent von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft, wo sie Kakao- & Kaffeebohnen, Palmölfrüchte, Rüben- & Rohrzucker für unsere Süßigkeiten ernten. 

Müllberge

Über 400 Millionen Tonnen Plastik werden weltweit pro Jahr produziert, das Gros davon wird zu Müll. Der Abfall von rund 2 Milliarden Menschen wird nicht recycelt. Die Gifte der gigantischen Müllberge verseuchen Böden, Grundwasser & Luft. Stoffe, die beim Verbrennen krebserzeugende Stoffe freisetzen, Blei, Quecksilber & Asbest werden in arme Länder abgeschoben.

Illegale Waldrodungen

Illegale Waldrodungen sind weltweit eine der größten Bedrohungen für Wälder, damit auch für unsere Atemluft und das Klima. In Russland, dem Land mit den 3. größten Urwaldflächen, stammen 50 Prozent des Holzes aus illegalen Quelle. In Indonesien sind es 70 Prozent und im brasilianischen Amazonasgebiet liegt der Anteil gar bei 80 Prozent.

erderwärmung

Durch die übermäßige Verbrennung von Kohle, Erdöl & Erdgas, der exzessiven Abholzung von Wäldern, dem starken Ausbau der Viehzucht und dem übertriebenen Einsatz von stickstoffhaltigem Dünger, steigt die globale Temperatur stetig an.

Maßgeblich dafür verantwortlich sind Konzerne, die weiter auf schädliche Produktionsweisen und fossile Brennstoffe setzen, weil mit ihnen leichter schneller Profit zu machen ist.

Wasserverschmutzung

Konzerne sind weltweit für den Großteil der Wasserverschmutzung verantwortlich. Nebenstoffe, die einfach in Flüsse oder ins Meer gepumpt werden, gelangen ins Grundwasser und richten immensen Schaden an. Menschen und Tiere werden krank und Pflanzen sterben ab. Neben der Textilindustrie vergiftet die Landwirtschaft durch den Einsatz von Düngemitteln & Pestiziden die größten Wassermengen.

Lohn- und Sozialdumping

Von 2000 bis 2015 hat sich die Kleiderproduktion verdoppelt, die Tragedauer hingegen halbiert. Rund 60 Teile werden pro Jahr & Kopf gekauft, von denen 40 Prozent niemals getragen werden. Eine Näherin verdient in Bangladesch 45€ pro Monat, in Rumänien 200€. 60 Prozent der Handelsspanne streichen Handelskonzerne ein, nur 3 Prozent landen bei den Fabriken.

Moderne Sklaverei

Weltweit leben 40 Millionen Menschen in moderner Sklaverei. 71 Prozent sind Frauen. Sie sind zudem zu 99 Prozent Opfer von Zwangsarbeit in der kommerziellen Sexindustrie. Unter den Opfern der modernen Sklaverei, finden sich die meisten in Zwangsarbeit im Privatsektor, etwa als Hausangestellte, auf dem Bau oder in der Landwirtschaft.

Wasserdiebstahl

Mit zunehmender Knappheit von Wasser aufgrund des Klimawandels, wird dieses zu einer immer teureren & hart umkämpften Ware. Ob in Australien, Amerika oder Spanien, auf Erdbeerfeldern, Avocadoplantagen, im Getreideanbau oder in Tourismusgebieten. Der Wasserbedarf ist riesig und für die in trockenen Gegenden lebenden Menschen wird Wasser zum Luxusgut.

landraub

Ackerland wird immer wertvoller. Jedes Jahr gehen 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Inzwischen hat das Finanzkapital die Äcker als Geschäftsfeld entdeckt. Mit Landraub verschaffen sich Konzerne Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt. Statt den Bauern vor Ort, bestimmen nun Profitinteressen über die Böden. Die Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung wird zerstört.

Tote Böden

Der dauerhafte Anbau einer einzelnen Ackerfrucht, wie etwa Soja oder Mais, entzieht dem Boden einseitig Nährstoffe . So gibt es von einem Stoff schon bald zu wenig, von anderen zu viel. Das zerstört die Böden. Viele Tiere finden auf den Monokultur-Feldern keine Nahrung. Auch das Bienensterben lässt sich darauf zurückführen.